Der freie Atem Prozess

Die freie Atemübung kann von jedem Menschen gefahrlos praktiziert werden. Im Neuen Yogawillen kommen viele Übungen zum Einsatz, die von ihrer Ausführung her an die klassischen Yogaübungen im Hatha-Yoga erinnern. Allerdings werden die Übungen mehr mit dem Ziel zu einer Schulung der Beobachtung des Atmes und zur Bewusstseinsbildung eingesetzt. Auf Pranayamatechniken wird im Neuen Yogawillen vollständig verzichtet.

Die Atmung ist bei jeder einzelnen Indivitualität auf verschiedene Weise mit Qualitäten und Rhythem, Stärken und Schwächen angelegt Mit jeder Einatmung und Ausatmung wirken verschiedene, aus dem Raum kommende Bewegungen zusammen. Je nachdem, wie der Mensch bewusst und auch unbewusst am Atemleben teilnimmt, nimmt er an der Außenwelt teil. So wie der Atemprozess den Menschen unbewusst erreicht, trägt dieser die Vergangenheit an den Menschen heran. Unbewusst organisiert sich fast immer im Leben der Gedanke durch den Atem. Indem der Mensch diesen Prozess der Entwicklung ergreift und sich mit seinen Seelenempfindungen auseinandersetzt, entwickelt sich eine bewusste schöpferische Kraft und dasjenige, das der Mensch unbewusst als Licht aufnimmt, organisiert er nun bewusst in sich selbst was sich in einer wohlgeordneten Empfindsamkeit zeigt.

Für den freien Atem ist es nötig zu lernen, auf richtige Weise am Gedanken anzuknüpfen und ihn so wiederzugeben, wie er ist. Der Gedanke soll dabei immer aus der freien Anschauung wiedergegeben werden und nicht in Form von persönlichen Interpretationen oder aus einem selbst gemachten Verständnis heraus. Dabei ist die Konzentration jene geordnete Disziplin, die durch den Gedanken selbst entsteht, der auf richtige Weise vom Willen ergriffen wird.