Heilung Oder “Selbst-heil-werden”

Die sichtbare Krankheit ist nur der Ausdruck und das Gleichniss für ein in Ungleichgewicht geratenes Körper-Seele-Geist Verhältnis. Das Menschenbild das dem Neuen Yogawillen zugrunde liegt, untergliedert sich (vereinfacht) in drei Ebenen:

  • den physischen Körper
  • das Bewusstsein oder die Seele
  • den Geist (das Selbst), das Ich oder die Individualität

Der Neue Yogawille erstrebt aus einer ganzheitlichen Sicht heraus Heilung immer auf allen diesen drei Ebenen an aus denen sich drei Therapieansätze ergeben:

  1. Therapieansatz, der sich aus den anatomischen Verhältnissen der Rückenmuskulatur ableitet:

Kräftigung des unteren Rückens und Entlastung des oberen Rückens.

  1. Therapieansatz einer Bewusstseinsbildung:

Förderung eines lebendigen Interesses und Entwicklung einer wachen Aufmerksamkeit.

  1. Therapieansatz eines geistigen Studiums:

Auseinandersetzung mit inspirierten Schriften, Meditation.

Diese drei Ansätze erfordern eine wache und zunehmende Eigendynamik des Lernenden. Während die Kräftigung der eigenen Körpermuskulatur im Rückenbereich durch eine spezielle Übungstechnik bewältigt werden kann, muss im 2. Ansatz weiterführend eine Veränderung in der Bewusstseinshaltung eintreten, die unter Umständen eine monate- bzw. jahrelange Arbeit bedeutet.

Albert Einstein sagte einmal: “Du kannst Probleme nicht mit dem gleichen Bewusstsein lösen, mit dem sie erschaffen wurden”

Therapieansatz 3 wird nicht für jeden Betroffenen in Frage kommen. Er erfordert eine hohe Bereitschaft zur inneren Aktivität, ist jedoch erfahrungsgemäß gerade bei schwierigen Krankheitsbildern von tiefgreifender Wirkung.

Es ist dabei unausweichlich, dass die Individualität klar von der äußerlichen Persönlichkeit unterschieden wird. Jede Individualität ist ihres Wortsinnes nach, durch wirkliche authentische Inhalte geprägt, während eine äußere Persönlichkeit durch das Temperament und die äußeren Lebensgewohnheiten geprägt ist. Je stärker die Individualität in der Wahrung der Ordnung vom Denken, Fühlen und zum Willen ausgeprägt ist, desto tiefer vermag sich der Mensch in seiner wirklichen Standortposition des Lebens zu gründen und er wird im wachsenden Maße befähigt, das kleinliche EGO mit seinen Ängsten zurückzulassen und den Gedanken  im Sinne von natürlichen Vorstellungen, die der Realität entsprechen, in die Mitte zu führen. Heinz Grill aus: Das Wesensgeheimnis der psychischen Erkrankungen